Florian Jakowitsch zeigt in St. Peter an der Sperr die große Bandbreite seines künstlerischen Schaffens
Über 200 Gäste waren der Einladung von Florian Jakowitsch zur Eröffnung seiner Ausstellung in St. Peter an der Sperr gefolgt. Unter dem Titel "Fleisch und Transzendenz" spannt der Doyen der Wiener Neustädter Künstler/innen den Bogen seines Schaffens von der Aktzeichnung hin zur kirchlichen Kunst mit seinen Fastentüchern und Glasfenstern. Mag. Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums, gab in seiner Laudatio auf dem mittlerweile 92 Jahre "jungen" Künstler einerseits einen Einblick in das Schaffen von Florian Jakowitsch und versuchte andererseits die verschiedenen Einflüsse der Kunstgeschichte auf den Künstler darzulegen. Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger hob in seiner Eröffnungsrede ganz persönliche Erlebnisse mit dem Künstler hervor, war er doch in Jugendjahren "Nachbar" von Florian Jakowitsch. Kulturstadtrat Franz Piribauer freute sich, eine Vielzahl von Ehrengästen begrüßen zu dürfen - u.a. seitens der Politik die Abg. z. NR Tanja Windbüchler-Souschill, und den 2. Vizebürgermeister Horst Karas. Stellvertretend für die vielen Künstler-Kolleg/innen hieß Stadtrat Piribauer die Kulturpreisträgerin Elfi Macek willkommen. Die Wirtschaft war durch Dir. i.A. STR a.D. Peter Mattausch und durch Dieter Nemetz vertreten. Für die musikalische Umrahmung der Vernissage zeichneten Robert Michael Weiß und Brigitta Karwautz verantwortlich.
Prof. Franz Pinczolits präsentiert Pflichtlektüre für jede/n Wiener Neustädter/in
Im bis auf den letzten Platz gefüllten Gemeinderatssitzungssaal des Alten Rathauses präsentierte Prof. Franz Pinczolits das "Lexikon der Wiener Neustädter Straßen- und Gassennamen". Seit der Erstauflage 1988 wuchs die Stadt rapide, sodass im Buch nun die Beschreibungen zu 645 Straßen- und Gassen der Allzeit Getreuen zu finden sind. Der Leiter des Vereins Alltag Verlag, Dr. Michael Rosecker, sprach den ehemaligen Kulturamtsleiter nach seiner Pensionierung auf die Neuauflage des Buches an. Prof Pinczolits nahm die Herausforderung ohne großes Zögern an: "Ich bin dann erst im Zuge der Recherchen drauf gekommen, dass seit der Erstauflage über 130 neue Straßen und Gassen hinzugekommen sind". Doch nun ist das Werk fertig und das Buch sollte in keinem Bücherschrank in Wiener Neustadt fehlen. Das sieht auch Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger so, vor allem deshalb, "weil es eine hohe Identifikation der Bürger/innen mit ihrem Wohnort und dessen Benennung gibt. Das Lexikon der Wiener Neustädter Straßen- und Gassennamen erzählt somit ein wesentliches Stück Stadtgeschichte".
Illustriert wurde das Buch vom Wiener Neustädter Künstler Franz Oberger, dessen Aquarelle mit Stadtansichten auch im Stadtsenatssaal zu sehen sind. Musikalisch umrahmt wurde die Buchpräsentation vom Streicherquartett und Blechbläserquintett der Josef Matthias Hauer-Musikschule. Das Besondere dabei: Direktor Prof. Mag. Raoul Herget wählte nur Musikstücke von Wiener Neustädter Komponisten aus, die ebenfalls eine Straße oder Gasse in Wiener Neustadt "besitzen". Maximilian Huber (Club Poesie) und Dagmar Leitner (Comedienbande) lasen ihre "Lieblingsgassen" aus den Buch vor.
Neben den schon erwähnten Laudatoren waren zahlreiche Fest- und Ehrengäste gekommen, um mit Franz Pinczolits und Franz Oberger das Buch aus der Taufe zu heben. U.a. auch Vizebürgermeister Horst Karas, Bürgermeisterin Waltraud Gruber (Hochwolkersdorf), Pater Johannes Vrbeckky, Landesrätin a.D. Traude Votruba, Kulturstadtrat Franz Piribauer, Abgeordnete z. Nationalrat Tanja Windbüchler-Souschill, Magistratsdirektor Hofrat DDr. Gerhard Stickler, Prof. Florian Jakowitsch. Die mitgebrachten Bücher wurden von der Buchhandlung Hikade zum Kauf angeboten und wurden bis zum letzten Exemplar an Leserin und Leser gebracht.
Wer noch nicht zugeschlagen hat, der kann das Buch im Wiener Neustädter Buchhandel zum Preis von 21,90 Euro ab sofort erwerben (ISBN 978-3-902282-53-8). Die Aquarelle von Franz Oberger können noch bis zum 19. Juni 2015 jeweils in der Zeit von 17-19 Uhr (ausgenommen 15.6.) im Stadtsenatsitzungssaal des Alten Rathauses beim freien Eintritt besichtigt werden.