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Eine Reise in die Zeitgeschichte unserer Stadt

Im Rahmen des Viertelsfestivals auf den Spuren der Schutträumerinnen
 
Sirenengeheul, der Kuckuck als Signal im Radio, welches einen nahenden Bombenangriff ankündigt - so beginnt die Zeitreise in die letzten Tage des zweiten Weltkrieges in Wiener Neustadt und die schwierige Nachkriegszeit. Das SOG Theater setzt mit diesem Stationentheater die erfolgreiche Kooperation mit Stadtmuseum Wiener Neustadt fort. Theater und Museum werden sehr eindrucksvoll verbunden. Vier Schauspieler/innen präsentieren in den Kasematten, am Hauptplatz und Domplatz sowie im Stadtmuseum Texte von Zeitzeug/innen, die auch nach 70 Jahren nichts an ihrer Kraft und ihrer Wirkung auf das Publikum eingebüßt haben. Ergänzt werden die szenischen Darstellungen durch die stadtgeschichtlichen Ausführungen von Mag. Eveline Klein, die mit historischen Detailwissen den Rahmen  für die Themen des Abends schafft: die Angst vor den Bomben, die Hungersnot, die Angst vor Vergewaltigung, das Schweigen über das Erlebte. Es wird aber nicht nur die Nachkriegszeit nachgezeichnet, sondern auch gemäß dem Motto des Viertelsfestivals das Schweigen über diese Zeit "durchbrochen". Der Bogen der Aufführung schließt sich, als in der letzten Szene Bilder aktueller kriegerischer Auseinandersetzungen in der Welt gezeigt werden. Ein bewegender und nachdenklicher Abend, der mithilft, die "Kriegsgeneration" besser zu verstehen. Und es wäre nicht das SOG-Theater stünde nicht am Ende auch eine Diskussion mit dem Publikum über das "Nacherlebte". Eine besondere Stadtführung, die sich auch STR Franz Piribauer, Kulturamtsleiter Michael Wilczek und Viertelsfestival-Verantwortliche Bettina Windbüchler nicht entgehen ließen.