IM ABO ERHÄLTLICH
WIENER BLUT Operette von Adolf Müller jun., Musik von Johann Strauß Sohn
Der deutsche Diplomat Graf Zedlau ist eigentlich schon ein richtiger Wiener Hallodri geworden: jede Nacht wird getanzt und gefeiert und bei jedem Fest wartet schon eine neue Damenbekanntschaft. Doch die schwerste Eroberung ist wohl seine eigene Ehefrau …
Das "quasi" letzte Bühnenwerk von Johann Strauß Sohn wurde nicht mehr von dem damals Hochbetagten selbst komponiert, sondern der Theaterkapellmeister Adolf Müller jun. erhielt den vom Meister genehmigten Auftrag, zu einem für Strauß verfasstes Libretto von Viktor Leòn und Leo Stein bereits vorhandene Walzer auszuwählen und zu einer Operette umzuschreiben. Müller erwies großes Geschick und Bühnenpraxis bei der Werkauswahl und der Einflechtung des Librettotextes in die schon vorhandenen Melodien und so wurde das Werk zu einem großen Bühnenerfolg und ist bis heute nicht aus dem allgemein gespielten Operettenkanon verschwunden.
Weaner Schmäh’ und Bahöö’!
DAS WIENER OPERETTENENSEMBLE
Libretto: Victor Leon und Leo Stein
Karten erhältlich im Info Point im Alten Rathaus (Öffnungszeiten: MO-FR 9-13 Uhr/13.30-18 Uhr, SA 9-13 Uhr), bei allen Ö-Ticket Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.
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Die in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtete Kirche der Karmelitinnen wurde nach der Profanierung unter Kaiser Josef II. als Theater adaptiert und ist seit 1794 als Stadttheater in Verwendung.
Die bewegte Geschichte des Hauses in der Herzog Leopold-Straße erlebte mehrere Zusammenlegungen mit anderen Bühnen, um wirtschaftlich überleben zu können. Das Stadttheater blieb auch nicht von Skandalen, wie etwa bei der Aufführung von Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“ im Jahre 1919, verschont.
Dass dieses Theater stets ein großes Anliegen und ein Prestigeobjekt der jeweiligen Stadtverwaltung gewesen ist, beweist die Tatsache, dass es nach dem großen Brand im September 1834 ebenso wie nach der völligen Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg sofort wieder aufgebaut und bespielt wurde.
Im Stadttheater Wiener Neustadt gastierten u.a. Alexander Girardi, Johann Nepomuk Nestroy, die legendäre Adele Sandrock, Atilla Hörbiger und Oscar Homolka (letzterer spielte mit Marylin Monroe in „Das verflixte siebente Jahr“ und mit Michael Caine in „Begräbnis in Berlin“).
Heute werden im Stadttheater neben Operetten-, Schauspiel- und Konzertzyklen auch Kindertheaterstücke und seit vielen Jahren Kabarett-Veranstaltungen aufgeführt.